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"Jedes Kind bringt von Gott die Botschaft mit, dass er noch nicht an der Menschheit verzweifelt" (Tagore). Was ist ein größerer Hoffnungs-Schimmer als ein Neugeborenes?

Gutes > Dank > Ermutigung >> Der Hoffnungsschimmer der Woche

Gegen alles Dunkle und Belastende in unserer Welt gibt es einen Lichtstrahl der Hoffnung. Regelmäßig erzählen Menschen ihre „Frohe Botschaft“, ihre „Gute Nachricht“, einen Hoffnungsmoment des Alltags.

Niam

Im Sommer vorigen Jahres verkündete uns die Schwiegertochter, Frau unseres jüngsten Sohnes, dass sie noch einmal schwanger ist. Der Große ist schon 7 Jahre alt und sie hatten eigentlich nicht mehr mit einem Kind gerechnet. Wir freuten uns natürlich trotzdem. Die Schwangerschaft verlief gut, mit Mutter und Kind war alles o.k. bis – ja bis Anfang Dezember. Sie bekam vorzeitig Wehen, musste ins Krankenhaus, nahm Wehen hemmende Medikamente ein. Kam wieder nach Hause. Dann wieder Wehen, wieder ins Krankenhaus. Dann die Nachricht an den werdenden Vater: „Wenn Du bei der Geburt dabei sein willst, musst Du Dich beeilen“. Eine Freundin holte den Großen ab. Er fuhr mit dem Taxi ins Krankenhaus. Nur wenige Minuten später war Niam da. Fast drei Monate zu früh, 39 cm und 1.300 Gramm, aber seinen ersten Schrei konnte er selbständig tun.

So ein Winzling. Seine Atmung wird noch unterstützt, er wird zunächst durch eine Magensonde ernährt, ist zur Kontrolle an Messgeräte angeschlossen. Trotzdem sieht er so süß aus mit seinem vollen schwarzen Haar und braunen Knopfäuglein. Die Eltern gehen im Wechsel morgens und nachmittags zu ihm, um ihm Körperkontakt zu geben, känguruen wie es in der Frühchenstation heißt. Auch wir durften ihn schon besuchen. Jetzt ist Niam vier Wochen alt [geschrieben am 9. Januar 2024], atmet alleine, bekommt ausschließlich Muttermilch, kann auch schon von den Eltern frisch gemacht und gebadet werden. Er konnte den Inkubator verlassen und ist jetzt im Wärmebettchen.

Wir sind so dankbar für dieses Kind, dankbar, dass sich Schwestern und Pfleger so liebevoll um ihn kümmern. Dankbar, dass seine Eltern sich so gut auf diese Situation eingestellt haben. Dankbar, dass er so gute Fortschritte macht.

Ursula Clemm (Nationalvorsteherin des Ordo Franciscanus Saecularis)

 

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